Brustvergrößerung in Hannover: Risiken, Komplikationen und medizinische Aufklärung nach aktuellen Standards

Eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) ist ein planbarer operativer Eingriff, der sowohl ästhetische als auch rekonstruktive Gründe haben kann. In Niedersachsen – insbesondere in Hannover – legen Patientinnen großen Wert auf eine transparente, medizinisch fundierte und rechtssichere Aufklärung.

Im folgenden Beitrag erläutert Dr. (Univ. Istanbul) Abbas Ahmadli, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Hannover, die allgemeinen und speziellen Risiken einer Brustvergrößerung anhand des offiziellen Aufklärungsbogens. Ziel ist eine sachliche, evidenzbasierte Information, damit Patientinnen eine selbstbestimmte Entscheidung treffen können.

Allgemeines zur Sicherheit von Brustimplantaten

Brustimplantate sind medizinische Produkte, die strengen regulatorischen Vorgaben in Deutschland und der EU unterliegen. Dennoch gilt:

  • Implantate sind nicht lebenslang haltbar

  • Mit zunehmender Liegedauer steigt die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen

  • Folgeoperationen im Verlauf sind möglich

Mögliche implantatbezogene Komplikationen:

  • Drehung oder Lageveränderung des Implantats

  • Riss (Ruptur) der Implantathülle

  • Ausbildung einer verhärteten Narbenkapsel (Kapselfibrose)

Diese Ereignisse können eine erneute operative Maßnahme erforderlich machen.

Allgemeine Operationsrisiken bei einer Brustvergrößerung

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen auch bei einer Brustvergrößerung allgemeine Operationsrisiken.

Blutungen und Nachblutungen

Postoperative Blutungen können in seltenen Fällen eine erneute Operation zur Blutstillung erforderlich machen.

Allergische Reaktionen

Unverträglichkeiten gegenüber Latex, Medikamenten oder Desinfektionsmitteln könnenلا in sehr seltenen Fällen zu schweren Kreislaufreaktionen führen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen.

Wundinfektionen

Infektionen können:

  • eine antibiotische Therapie

  • eine operative Revision

  • in seltenen Fällen die Entfernung des Implantats

erforderlich machen. In sehr ungünstigen Fällen kann eine Sepsis auftreten.

Nach erfolgreicher Behandlung ist eine spätere erneute Implantation möglich.

Thrombose und Embolie

Blutgerinnsel können schwerwiegende Folgen wie Lungenembolie, Schlaganfall oder Herzinfarkt verursachen.

Zur Vorbeugung werden gegebenenfalls gerinnungshemmende Medikamente eingesetzt, die wiederum das Blutungsrisiko erhöhen können.

Narbenbildung und Keloide

Bei entsprechender Veranlagung kann es zu überschießender Narbenbildung kommen. In Einzelfällen sind Korrektureingriffe möglich.

Spezifische Risiken einer Brustvergrößerung mit Implantaten

Neben allgemeinen Operationsrisiken gibt es eingriffsspezifische Besonderheiten.

Gefühlsstörungen der Brustwarze

Durch Irritation oder Verletzung feiner Nerven können vorübergehende Sensibilitätsstörungen auftreten. Diese bilden sich häufig innerhalb mehrerer Monate zurück, können jedoch selten auch dauerhaft bestehen bleiben.

Kapselfibrose

Der Körper bildet natürlicherweise eine Bindegewebskapsel um das Implantat.

In einigen Fällen kann diese:

  • verhärten

  • schrumpfen

  • Schmerzen verursachen

  • zu sichtbaren Verformungen führen

Eine operative Behandlung kann notwendig werden.

Sicht- oder Tastbarkeit des Implantats

Vor allem bei sehr schlanken Patientinnen oder bei dünnem Weichteilmantel kann das Implantat tastbar oder sichtbar sein (Rippling).

Auch sogenannte Double-Bubble- oder Wasserfall-Deformitäten sind möglich.

Fremdkörper- und Kältegefühl

Insbesondere bei größeren Implantaten berichten manche Patientinnen über ein Fremdkörper- oder Kältegefühl. Dieses nimmt häufig im Verlauf ab.

Veränderungen durch Schwangerschaft oder Gewichtsschwankungen

Brustform und Gewebespannung können sich unabhängig vom Implantat verändern.

Implantatfüllung und Materialrisiken

Silikongel-Implantate

  • Auch bei intakter Hülle kann ein sogenanntes „Gel-Bleeding“ beschrieben sein.

  • Eine Ruptur kann unbemerkt verlaufen.

  • Ultraschall oder MRT können eine Beschädigung erkennen.

Die langfristigen biologischen Auswirkungen freigesetzten Silikons sind wissenschaftlich weiterhin Gegenstand der Forschung.

Kochsalzimplantate

Bei Hüllenriss kommt es meist zu einer raschen Volumenabnahme, da die Flüssigkeit vom Körper aufgenommen wird.

Breast Implant Illness (BII)

Ein Teil der Patientinnen berichtet über unspezifische Symptome wie:

  • chronische Müdigkeit

  • Gelenkbeschwerden

  • Konzentrationsstörungen

  • depressive Verstimmungen

  • Autoimmunerkrankungen

Diese werden unter dem Begriff Breast Implant Illness (BII) zusammengefasst.

Ein eindeutiger wissenschaftlicher Kausalzusammenhang zwischen Implantaten und diesen Symptomen ist bislang nicht abschließend belegt.

Einige Patientinnen berichten über eine Besserung nach Implantatentfernung, andere nicht. Die Ursachen werden weiterhin erforscht.

Implantat-assoziierte Tumorerkrankungen

Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen ein seltenes, aber erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen:

  • BIA-ALCL (Breast Implant-Associated Anaplastic Large Cell Lymphoma)

  • seltene Formen wie BIA-SCC oder BIA-BCL

Das Risiko scheint unter anderem mit der Oberflächenbeschaffenheit (z.B. texturierte Implantate) in Zusammenhang zu stehen.

Regelmäßige gynäkologische Kontrollen und ärztliche Nachsorge werden empfohlen.

Stillfähigkeit nach Brustvergrößerung

  • Ein Zugang über die Unterbrustfalte beeinträchtigt die Stillfähigkeit in der Regel nicht.

  • Schnitte am Warzenhof oder kombinierte Straffungsoperationen können das Stillvermögen beeinflussen.

Einfluss auf Mammografie und Brustdiagnostik

Brustimplantate können die Aussagekraft der Mammografie einschränken, da sie Teile des Brustdrüsengewebes überlagern.

Ergänzende Untersuchungen wie:

  • Ultraschall

  • Magnetresonanztomografie (MRT)

können diagnostische Einschränkungen ausgleichen.

Wie häufig sind Komplikationen bei einer Brustvergrößerung?

Die Häufigkeit einzelner Komplikationen hängt stark ab von:

  • individuellen Risikofaktoren

  • Vorerkrankungen

  • Implantattyp

  • Operationsmethode

  • Nachsorge

Statistische Angaben stellen Durchschnittswerte dar und ersetzen keine individuelle ärztliche Einschätzung.

In der Praxis von Abbas Ahmadli in Hannover (Niedersachsen) erfolgt vor jedem Eingriff ein ausführliches persönliches Aufklärungsgespräch. Dabei werden:

  • individuelle Risiken bewertet

  • Alternativen (z.B. Eigenfetttransfer) besprochen

  • realistische Erwartungen geklärt

  • medizinische Leitlinien berücksichtigt

Eine sorgfältige Indikationsstellung und eine transparente Risikoaufklärung sind zentrale Bestandteile einer verantwortungsvollen ästhetischen Chirurgie in Deutschland.

Zusammenfassung: Was Patientinnen in Hannover wissen sollten

Eine Brustvergrößerung ist ein etablierter, aber nicht risikofreier Eingriff.

Wichtig sind:

  • realistische Erwartungen

  • Kenntnis möglicher Folgeoperationen

  • langfristige Nachsorge

  • regelmäßige Brustuntersuchungen

Eine informierte Entscheidung setzt eine umfassende ärztliche Beratung voraus.

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Hinweis gemäß deutschem Medizinrecht

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen medizinischen Information.
Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung oder Untersuchung.

Es wird keine Garantie für Behandlungsergebnisse gegeben.
Die Entscheidung für oder gegen einen operativen Eingriff sollte stets nach einem persönlichen Aufklärungsgespräch und individueller Risikoabwägung erfolgen.

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